Endlich können wir sehen, wie Ads im AI Mode und AI Overview aussehen – passend zum Cyber-Monday-Peak zeigt Google, worauf alle schon gespannt gewartet haben. Parallel dazu warnt Google vor verstärkten MCC-Takeover-Angriffen, verbessert PMax mit direkten Video-Uploads und startet neue Tests im Bereich Journey Aware Bidding.
Hier kommen Eure SEA News – kurz, klar und mit allem, was wirklich zählt.
Google Ads – Anzeigen im KI-Modus sichtbar
Die vor einigen Wochen schon angekündigten Test mit Ads im KI-Modus scheinen nun Resultaten entgegenzugehen. Unsere Kollegen aus Übersee berichten vermehrt von Ads Einblendungen im KI-Modus. Also raus mit der Katze aus dem Sack:
Was passiert?
Google spielt Ads jetzt direkt innerhalb der generierten Antworten des KI-Modus aus. Es sieht so aus, als ob Sponsored Listings (Ads) elegant in den KI-Textfluss integriert werden und der User in einem Fluss die KI-Antworten und die Querverweise (nicht nur Ads) präsentiert bekommt. Gesichtet wurden die Ads über alle Gerätearten.
Quelle: SearchEngineLand
Was bedeutet das für uns in Deutschland?
Erstmal noch nichts, weil bei uns noch keine Ads getestet und eingestreut werden. Allerdings sollten wir bereit sein! Bereit heißt: AI Max auf dem Schirm haben, PMax und Broad Match auf Lager und Conversion Tracking sollte sowieso bereit sein.
Fazit: Der KI-Modus Tab wird bald ein ganz normaler, buchbarer Bereich für Google Ads Anzeigen sein.
Google Ads – Achtung vor MCC Takeover Angriffen
In letzter Zeit häufen sich Berichte über MCC Takeover Angriffe. Kriminelle verschaffen sich Zugriff auf komplette Manager-Konten (MCC) und können so Hunderte Kundenkonten übernehmen. Die Angreifer verschicken täuschend echte Google-Einladungen. Klickt jemand auf den Link, landet er auf einer gefälschten Login-Seite, und die Betrüger erhalten vollen MCC-Zugriff. Danach fügen sie sich als Admin hinzu und starten teure Kampagnen für Fake-Shops.
Unser Tipp für Euch: Prüft immer die URLs, bestätigt Einladungen direkt im MCC, löscht inaktive Nutzerkonten und schult Euer Team für Phishing-Risiken – besonders in der Hochsaison.
Google Ads – Direkte Video-Uploads in Performance Max
Google hat Performance Max um eine Funktion erweitert, die Euch direkte Video-Uploads ermöglicht. Videos müssen nun nicht mehr vorab über die Asset-Bibliothek hochgeladen werden, sondern können direkt im Prozess der Assetgruppen-Erstellung hinzugefügt werden. Direkt hochgeladene Videos werden auf einem Google-Kanal gespeichert – nicht auf dem Kanal des verknüpften YouTube Kontos.
Vorteil: Ihr könnt Videos jetzt schnell und einfach hochladen, ohne den Umweg über YouTube oder die Asset-Bibliothek.
Der Haken: Diese Bequemlichkeit hat einen hohen Preis, da Ihr alle wichtigen Steuerungs- und Analysefunktionen verliert, darunter:
- Keine YouTube Analytics
- Keine Remarketing-Zielgruppen
- Keine Kontrolle über Metadaten oder Thumbnails
Die Funktion ist ein nützlicher Shortcut für schnelle Anzeigen. Die beste Praxis bleibt jedoch, Videos immer über den offiziellen YouTube-Markenkanal hochzuladen, um Daten, Zielgruppen-Building und langfristige Kontrolle über Eure Video-Assets zu sichern.
Google Ads – Journey Aware Bidding Pilot
Google feilt an einem neuen Bidding-Modell, das nicht mehr nur stur auf die finale Conversion-Aktion optimiert, sondern die gesamte Customer Journey mit einbeziehen kann.
Wie könnte das gehen?
Journey Aware Bidding betrachtet neben der wertigsten Conversion auch die Zwischenschritte – also z.B. Leads, Micro-Conversions sowie weitere sinnvolle Touchpoints auf dem Weg des Users zum Kunden. Damit soll der Algorithmus verstehen, wie ein Nutzer zum Kunden wird, nicht nur dass er es wird.
Das spielt natürlich an auf kanalübergreifende Google Ads Kampagnen wie Performance Max und Demand Gen und macht dort auch absolut Sinn.
Wo steht das Tool aktuell?
In einer ganz frühen Phase als geschlossene Beta. Das heißt, wir brauchen aktuell nichts tun und warten geduldig, was daraus wird. Wenn es soweit ist berichten wir sehr sehr sicher darüber und beschäftigen uns mit der konkreten Umsetzung in Google Ads Kampagnen.
Microsoft Advertising – Überprüfungen auf Asset-Ebene & Updates vom Copilot
Der November ist vorbei und für viele von Euch steht die Weihnachtssaison bevor. Genau der richtige Zeitpunkt, um Euch die neuesten Updates & Veröffentlichungen von Microsoft Advertising zu präsentieren.
Redaktionelle Überprüfung auf Asset-Ebene
Microsoft Advertising führt eine Überprüfung auf Asset-Ebene ein, bei der einzelne Headlines, Beschreibungen und Bilder separat bewertet werden. Dadurch bleiben Anzeigen häufiger aktiv, selbst wenn einzelne Assets abgelehnt werden – ein klarer Vorteil für die Stabilität Eurer Kampagnen. Abgelehnte Elemente lassen sich direkt auf der Plattform anfechten, bearbeiten oder entfernen, was den Review-Prozess deutlich effizienter macht. Die Asset-Level-Prüfung wird darüber hinaus bis Jahresende auch im Microsoft Advertising Editor verfügbar sein.
Quelle: Microsoft Advertising
Insights zu Conversion Delay
Auch bei diesem Thema probiert Microsoft Advertising im Vergleich zu Google Ads nachzuziehen. Die Plattform führt Conversion Delay Insights ein, um besser zu verstehen, wie lange User nach einem Anzeigenklick bis zur Conversion benötigen. Die Daten gelten für Klicks ab dem 1. Juni 2025 und lassen sich beispielsweise für Eure Kampagnen über eine eigene Spalte einsehen. Wertvoll ist dabei, dass Ihr erkennen könnt, wie viele Tage nötig sind, um 90 % der Conversions zu erfassen. Das stellt einen Vorteil für Attribution und Leistungsbewertung dar. Darüber hinaus werden die Werte täglich aktualisiert und unterstützen sowohl Online- als auch Offline-Conversions. So könnt Ihr Kampagnen präziser optimieren und realitätsnahe ROI-Entscheidungen treffen.
Quelle: Microsoft Advertising
Neue KI‑Features in Microsoft Copilot
Microsoft Advertising erweitert sein Portfolio mit neuen Copilot-Funktionen. So könnt Ihr mit Image Animation statische Bilder ab sofort per Knopfdruck in animierte Video‑Assets umwandeln. Die Neuerung soll laut Microsoft über Ads Studio Video‑Templates verfügbar sein.
Außerdem könnt Ihr mit dem neuen „Copilot API Unlocks Scalable Creative Generation“-Update kreative Assets automatisch in großen Mengen erzeugen – von Bildern über Display‑ bis hin zu Video‑Ads oder kompletten Brand‑Kits. Dadurch lassen sich selbst für spezifische Märkte schnell hunderte individualisierte Creatives erzeugen, was deutlich mehr Flexibilität bei der Kampagnenerstellung bedeutet.
Des Weiteren erweitert Microsoft die Funktion Performance Comparison in der Copilot‑Umgebung. Damit könnt Ihr Kennzahlen wie Klicks, Impressionen, Ausgaben oder Conversions bequem YoY, MoM oder sogar A/B‑getestet vergleichen und auf einen Blick erkennen, welche Kampagnen, Anzeigengruppen oder Zeiträume besonders performant waren – bzw. Nachholbedarf haben.
Quelle: Microsoft Advertising
Google Ads – neue Metrik: Original Conversion Value
Scheinbar gibt eine neue Metrik in Google Ads – den Original Conversion Value (in etwa: ursprünglicher Conversion-Wert).
Was ist das?
Das ist im Grunde der „rohe“, unmodifizierte Wert deiner Conversions – also bevor automatischen Regeln wie zusätzlicher Conversion-Werte für Nekunden greifen.
Ist das sinnvoll?
Absolut! Da angepasste Werte für Neukunden (einmalig oder als Umsatzpotential) ja nicht reale Umsätze sind, sondern Wertigkeiten im Verhältnis, interessieren uns auch die echten Umsätze der Transaktionen.
Fazit
Sinnvolle Metrik, die wir gern hier bei uns auch haben wollen!
Google Merchant Center – Versteckte Diagnosen
Seit neuestem ist im Google Merchant Center Vorsicht geboten: unter “Überprüfung erforderlich” in der Produktansicht werden standardmäßig nur noch Probleme eingeblendet, die als “priorisiert” markiert sind – also Probleme, die eine unmittelbare Auswirkung auf Performance oder Produktfreigaben haben. Das heißt: wenn der Filter “Priorisierte Korrekturen” aktiv ist und keine Probleme angezeigt werden, bedeutet das nicht unbedingt, dass Euer Feed völlig sauber ist. Unsere Empfehlung lautet daher, den Filter regelmäßig zu deaktivieren, um alle Diagnosen einsehen zu können.
Quelle: adseed
Weitere Kurznachrichten
Google – Gemini 3 mit smarter AI
Gemini 3 ist da: schärferes Denken, verbesserte „Vibe Coding“-Fähigkeiten und neues Design. Mit den generativen Interfaces erstellt Ihr visuelle Layouts und dynamische Ansichten direkt aus Prompts. Der Gemini Agent übernimmt experimentell mehrschrittige Aufgaben wie Kalender oder Inbox-Management.
Google – Nano Banana Pro für kreative Bilder
Nano Banana Pro erstellt präzisere, kontextreiche Visuals und Infografiken. Text kann direkt ins Bild, mehrsprachige Inhalte sind möglich und komplexe Szenen mit mehreren Elementen lassen sich konsistent generieren.
Google Ads – Demand Gen Updates für die Feiertage
Für die Feiertagssaison bekommt Demand Gen neue Tools: Eure Anzeigen lassen sich jetzt automatisch mit zusätzlichen AI-generierten Bildern und Videos erweitern. Mit A/B-Tests findet Ihr die stärksten Creatives, und neue Kontrollmöglichkeiten im Discover Feed sorgen dafür, dass Eure Marke geschützt bleibt. So könnt Ihr Kampagnen effizienter skalieren und die Holiday-Saison noch erfolgreicher gestalten.
Lesetipps
Schaut Euch gerne mal den Google-Leitfaden mit Tipps und Tricks für die Weihnachtszeit an, um den saisonalen Stress zu bewältigen.
Auch für das Google Merchant Center liefert Google eine hilfreiche Übersicht mit den letzten Vorbereitungen für das Weihnachtsgeschäft.
Search Engine Land liefert 5 Gründe, weshalb die Zukunft von Marketing-Berufen ähnlich aussieht wie die Zukunft von Ingenieursberufen.
Außerdem findet Ihr hier Infos dazu, wie man feststellt, ob Googles AI Max for Search tatsächlich funktioniert.
Bleibt dran – wir halten euch weiter auf dem Laufenden über alle Entwicklungen in der SEA-Welt, damit ihr keine wichtigen Updates verpasst und eure Kampagnen zukunftssicher aufstellt.




